Hongkong Travel

Pulsierend, laut und beeindruckend – Der Großstadtdschungel von Hongkong

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Hallo aus Asien ihr Lieben :),

die Hälfte unserer Weltreise ist leider vorbei und wir sitzen gerade mal wieder im Flieger (das war, als ich angefangen habe zu schreiben, mittlerweile liege ich in der Hängematte auf Gili Air in Indonesien…ich habe vernachlässigt, man verzeihe mir!). Dieses Mal nutze ich die Zeit, um über unseren Aufenthalt in Hongkong zu berichten.
Das war ein ziemliches Kontrastprogramm… Vom paradiesischen Südseestrand auf den Fijis direkt in die pulsierende Metropole Hongkongs. Aber genau das macht bei einer Weltreise auch so viel Spaß, diese unfassbaren Kontraste.

Hongkong, Hong Kong, Victoria HarbourThe Peak, Hongkong, Skyline

Wissenswertes über Hongkong

Erstmal möchte ich euch paar interessante Fakten über Hongkong mitgeben, bevor ich über unsere Reise schreibe. Sowas gehört für mich nun mal zu einem Reiseblog dazu.
Bei Hongkong handelt es sich um eine Sonderwaltungszone von China (genauso wie Macau). Somit unterliegt Hongkong nicht den chinesischen Einreisebestimmungen und es ist auch kein China-Visum notwendig. Visum in Hongkong erhält man einfach und unkompliziert bei der Einreise. Man darf 90 Tage in der Stadt bleiben.
Hongkong hat ca. 7.5 Millionen Einwohner, davon sind 95 % Chinesen, die restlichen 5 % setzen sich vorwiegend aus philippinischen und indonesischen Staatsbürgern zusammen. Ganz Weltstadt-like ist in Hongkong wirklich alles sowohl in mandarin als auch in englisch beschriftet und man hat keinerlei Verständigungsprobleme.
Die Kluft zwischen arm und reich scheint in Hongkong riesig zu sein. Die Mietpreise der Stadt sind zum Teil völligst absurd, so kostet der Quadratmeter hier durchschnittlich (!) 75 Euro umgerechnet. Wohl genau aus diesem Grund können sich viele Bewohner die Miete kaum leisten und es gibt so unfassbar schreckliche und für uns kaum vorstellbare Käfigwohnungen. Dort sind in einen einfachen Wohnraum dann mehrere Käfige mit knapp 2 Quadratmeter Fläche nebeneinander und aufeinander gestapelt, wo Menschen darin leben und sich mit x anderen Bewohnern ihre Santitäranlagen teilen. Absolut menschenunwürdige Bedingungen für immer noch 100-200 Euro im Monat, die einen sehr nachdenklich machen.
Andererseits reihen sich in vielen Straßen Hongkongs die Luxusboutiquen feinster Designer aneinander und es befindet sich eine Shoppingmall neben der Nächsten.
Hongkong kann man nahezu in 2 Teile untergliedern, einmal Hongkong selbst und dann noch Hongkong Island, sehr komfortabel mit Ubahnen verbunden, aber auch mit Fähren erreichbar.
Wie auch die Mietpreise ist das sonstige Leben in Hongkong eher mit dem europäischen Preisniveau als mit dem südostasiatischen vergleichbar. Sowohl die Stadt als auch die Preise haben uns sehr an unsere Lieblingsstadt Singapur erinnert. Wenn auch Hongkong ein wenig mehr ‚dreckig‘ und chaotischer ist.

Hongkong, Hong Kong, Streetlife

Unsere Tage in Hongkong

Angekommen am Flughafen in Hongkong ging es direkt mit dem Airport Express und anschließender Ubahnfahrt mitten hinein ins Geschehen. Da etwas preiswerter, haben wir eine Unterkunft auf dem Festland-Teil von Hongkong gebucht. Hongkong Island ist teurer und war von unserem Hostel aus innerhalb von 5 min mit der Ubahn zu erreichen.
Ausgestiegen an der Station Tsim Shu Tsui haben wir durch Zufall den richtigen Ausgang erwischt… Wir haben dann festgestellt, dass es von Ausgang A bis Ausgang P alles gibt und dann auch noch A1 und A2 etc. Also von einem Ausgang zum anderen läuft man dann auch gerne mal über 10 Minuten :). Die Suche von unserem Hostel gestaltete sich hingegen schon ein wenig schwieriger, denn es ist im 8.Stock eines Hochhauses versteckt und man muss erstmal den schmalen Flur zum Aufzug finden… Endlich angekommen in unseren 10 m2 für die nächsten Tage. Kleines, aber feines und sauberes Zimmer und für Hongkonger Verhältnisse auch ein ganz vernünftiger Preis: Just as inn hieß das Hostel!
Ganz nach unserer Lieblingsart des Städteerkundens haben wir auch in Hongkong einen Großteil zu Fuß erkundet und sind mal mit mehr und mal mit weniger Plan durch die Straßen getigert. Und wir haben auch definitiv einiges an Zeit in Shopping-Centern verbracht und unsere Reisegarderobe ein bisschen ausgewechselt – alles in allem aber sehr bescheiden geblieben.

Hongkong, Hong Kong, China
Das Stadtviertel Mongkok ist vor allem bei Einheimischen sehr beliebt zum Einkaufen, wir waren hauptsächlich in der Umgebung von Tsim Shu Tsui und Causeway Bay (Hongkong Island) unterwegs. Also besonders wenn man Kosmetik und Beautyprodukte mag, dann kann man sich hier dumm und dämlich kaufen… Leider, leider, leider konnte ich aufgrund unserer Handgepäckreise da nicht richtig zuschlagen. Es ist aber auch Vorsicht geboten, da sich die Schönheitsideale doch sehr unterscheiden… So findet man hier in ganz vielen Cremes zum Beispiel Whitening-Mittel – einen Teufel werde ich tun und unsere tolle Fiji-Bräune loswerden wollen! Außerdem gibt es zB. kleine, hautfarbene Aufkleber, die man sich aufs Oberlid kleben kann und dann mit Lidschatten überschminkt. So versuchen zahlreiche, hauptsächlich junge Chinesinnen ihre Augen eher westlich aussehen zu lassen, damit sie größer wirken. Dazu werden dann eigentlich noch immer Kunstwimpern angeklebt.
Was mir in Hongkong noch besonders aufgefallen ist? Man kann immer und überall essen. Es gibt unfassbar viele Restaurants, vom asiatischen Straßenimbiss, über indisch, Sushi, bis hin zum Nobelitaliener findet man hier wirklich alles. Wir haben sehr gerne im Foodcourt in Harbour City gegessen, weil man hier zwischen verschiedenen kleinen Restaurants (thailändisch, koreanisch, chinesisch, …) auswählen kann und das Essen sehr lecker war. Ich bin hier auch dem Matcha-Softeis zum Opfer gefallen, davon habe ich mindestens 1 am Tag verdrückt :D. Toni hatte hier auf dem Foto ein megaleckeres Pistazieneis mit weißer Schoki :P.

Matcha-Softeis und Pistazieneis, Naschkatzen
Wie in allen asiatischen Großstädten war der Geruch teilweise vor den kleinen, schmuddelig aussehenden Restaurants in den Straßen Hongkongs sehr gewöhnungsbedürftig. Dazu mag neben den Gerichten bzw. der Zubereitung auch die hohe Luftfeuchtigkeit beitragen. Aber da bin ich leider echt empfindlich, in solche Läden kann ich keinen Fuß reinsetzen, auch wenn dort noch so viele Einheimische zum Essen reingehen.

The Peak – der berühmte Ausblick über Hongkong

Das absolute Sightseeing-Highlight in Hongkong durfte natürlich auch bei unserem Aufenthalt nicht fehlen. Vom Victoria Peak (mit den teuersten Wohnungen und Häusern ganz Hongkongs) hat man einen unglaublich tollen Ausblick von Hongkong Island über die Stadt. Dort wurde auch die Skyterrace errichtet, eine 360 Grad Plattform als Aussichtspunkt. Wir haben uns ein Ticket für die ‚Peak Tram‘ gegönnt, mit der man innerhalb von 10 min über 400 Höhenmeter Richtung Skyterrace zurücklegt – meine Güte war das steil… Da ist mir schon etwas anders geworden. Der sogenannte Skypass (Peak Tram und Eintritt zur Skyterrace) haben pro Person 90 H$ gekostet, etwa 10 Euro.
Die Aussicht von der Terrasse ist einfach phänomenal und sehr beeindruckend, auch wenn das Wetter nicht ganz so mitgespielt hat. Für mich das absolute MUSS, wenn ihr in Hongkong seid. Ich zeige euch einfach paar Fotos :).

Hongkong, Hong Kong, Victoria Harbour, Victoria Peak, SkylineHongkong, Peaktram, Victoria PeakHongkong, Hong Kong, Victoria Harbour, Victoria Peak, SkylineThe Peak, Hongkong, Skyline

Anschließend sind wir durch den Hongkong Park in Richtung des Hafens gewandert und haben uns die Gegend angesehen. Vom Hafen gehen verschiedene Fähren los, darunter nach Hongkong selbst, nach Macau (viele machen einen Tagessausflug dorthin wegen der berühmten Spielcasinos), zu verschiedenen Inseln in der Umgebung, wie z.B. Lamma Island oder eben auch nach China.

Victoria Harbour und Symphony of Lights

Die Hafenpromenade auf der Festlandseite Hongkongs bietet einen fabelhaften Blick auf die Skyline von Hongkong Island und in Richtung Victoria Peak. Der Blick auf die Skyline ist besonders Abends/Nachts wirklich ein Spektakel und auf jeden Fall einen Besuch wert. Jeden Abend findet dort um 20 Uhr eine kostenloser Lichter- und Lasershow statt, die Symphony of Lights. Leider muss man sagen, dass diese Show, v.a. wenn man schon die Lichtershow am Marina Bay Sands in Singapur gesehen hat, äußerst unspektakulär ist, jedoch trotzdem ganz nett zum Ansehen und -hören.

Hongkong in der Nacht, Hong Kong, Victoria HarbourHongkong, Hong Kong, China, Victoria Harbour

Disneyland Hongkong

Einen ganzen Tag in Hongkong haben wir dazu genutzt, um Disneyland zu besuchen (einer von 5 Parks weltweit). Eintritt lag pro Person bei etwa 60 Euro. Die Allee zum Eingang des Disneylands (einfach und schnell mit dem Disneyexpress erreichbar) mit dem süßen Brunnen am Ende war noch relativ vielversprechend und die Erwartungen waren hoch. Leider hat sich herausgestellt, dass das Disneyland nicht besonders groß ist und irgendwie war es auch nicht sonderlich aufregend. Die Preise sowohl für Essen als auch für Trinken sind wirklich absolut unverschämt, so kostet eine 0.5 l Flasche stilles Wasser 3.50 Euro und für eine Mickeymaus Waffel darf man 6 Euro berappeln. Ich würde also das Disneyland nur empfehlen, wenn man zu viel Zeit un zu viel Geld übrig hat :). Das Schlimmste war eigentlich, dass ich kein Foto von Minnie Maus und mir bekommen habe, weil ich mich geweigert habe, mich in eine ewig lange Menschenschlange anzustellen. Grrrr.

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Natürlich verhält es sich bei Hongkong wie auch mit anderen asiatischen Großstädten, es ist einfach aufgrund der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit, der Menschenmengen und auch der Lautstärke anstrengend. Nichtsdestotrotz hat Hongkong definitiv seinen Reiz und mir sehr gut gefallen. Wir hätten mit Sicherheit noch einiges mehr besichtigen können, aber in Hongkong haben wir auch einfach die Zeit bisschen vertrödelt :D. Mein absolutes Highlight war aber definitiv der Ausblick von ‚The Peak‘!

Vielen lieben Dank fürs Lesen!

Mit meinem Blogpost über Peking und die chinesische Mauer bin ich wieder schneller, versprochen!

Fühlt euch gedrückt,

eure Evimauz

    6 Responses

  1. Klingt sehr spannend und interessant 😉
    War laut deinem informativem Beschrieb sicher eine Reise wert 😉 Mir wäre es zu „wuselig“ (weiß nicht, ob es das Wort gibt )

    1. Das wäre dir auf jeden Flal zu wuselig, Mama – ich weiß auch nicht, obs das Wort gibt 😉

  2. Yeeeah neuer Blogpost 🙂 danke fürs kurze Mitnehmen nach Hongkong.freu mich auf nen nächsten Blogpost 😘

    1. Jaaa, dieses Mal sollte es nicht so lange dauern 🙂 ist jedenfalls der Plan… 😘

  3. Hallo kleine Reisemaus! Schön, ein neuer Beitrag!, hatte schon gewartet 🙂 Schade, dass das Disneyland nicht den Erwartungen entsprochen hat. Dennoch finde ich dass ein Foto mit dem Disney-Schloss einem Foto mit Minnie Maus in nichts nachsteht 😉
    Die Skyline sieht grossartig aus, allerdings immer bissl diesig, oder täuscht das?
    Übrigens habe ich Ausschau gehalten, Macha-Eis habe ich noch nicht entdeckt, aber superleckeres Pistazieneis – Jessas*-:-)
    Alles in allem schließe ich mich deiner Mama an, mir wäre es wohl auch bissl zu wuselig (das Wort kenne ich auch:-))) – dennoch, interessant deine Beobachtung aus „nächster Nähe“ mitzubekommen! Und Hey, bei den Mietpreisen gehts uns in München prächtig:-))
    Viel Spass euch beiden noch beim Erkunden der zweiten Weltreisehälfte<3

    1. Wie schön, dass du schon wieder fleißig gelesen hast! 🙂 hmm das Minnie Maus Foto muss ich noch bekommen, vllt versuche ich mein Glück in Paris nochmal… ja tatsächlich war es während der ganzen Zeit in Hongkong immer etwas diesig, ich kann nicht mal sagen, ob es tatsächlich Smog ist oder was auch immer. An dem Tag hatten wir aber wirklich kein gutes Wetter erwischt und es war auch noch regnerisch!
      Mietpreise in München sind fast gering im Gegensatz zur Hongkong, aber es reicht ja trotzdem ☺
      Pistazieneis im Jessas klingt fantastisch ☺😘

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