Indonesien Travel

Eat, surf, sleep, repeat – Surferparadies Bali & Inselleben auf den Gilis

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Hallo meine Lieben :).

Wir sitzen gerade im Zug in Vietnam und ich komme endlich dazu, meinen Blogpost über unsere tolle Zeit in Indonesien zu schreiben. Nach Indonesien zu fliegen war für uns etwas besonderes, weil es tatsächlich zum ersten Mal war, dass wir ein Land nochmal besuchen. Indonesien bzw. besonders Bali standen zunächst garnicht auf unserer Reiseliste. Falls ihr euch erinnern könnt, haben wir aber in Panama (in Santa Catalina) die Lust und Leidenschaft zum Surfen entdeckt. Kurz entschlossen ging dann auch gleich die Suche los, wo man denn besonders gut Surfen könnte. Wir kamen auf Bali und da es uns auf Bali eh damals schon so gut gefallen hat, war es nicht allzu schmerzhaft Taiwan von der Reiseliste zu streichen und gegen Indonesien einzutauschen.

Die Kamera-Tragödie

Angefangen hat unsere Reise nach Indonesien allerdings erstmal mit einer Tragödie. Von Peking aus ging es in einem 6.5 Stunden Flug nach Kuala Lumpur. Dort hatten wir dann 8 Stunden Aufenthalt, bevor wir nach Denpasar auf Bali weitergeflogen sind. Air Asia hat strenge Handgepäckbestimmungen (maximal 7 kg für Rucksack UND Personal item), somit haben wir entschieden einen Rucksack mit 15 kg vollzustopfen und aufzugeben. Daraus ergab sich, dass wir unser restliches Gepäck ein wenig anders aufgeteilt haben als sonst… Und warum die Regel ‚Never change a running system‘ eingehalten werden sollte, dass merkten wir dann leider direkt beim Aufruf zum Boarding für unseren Flieger nach Denpasar. Toni ist plötzlich aufgefallen, dass unsere Kamera nicht mehr da ist. Wir hatten sie tatsächlich im Flieger von Peking nach Kuala Lumpur unter dem Sitz liegen lassen. Leider konnte das Bodenpersonal uns so kurz vor dem Boarding auch nicht mehr helfen und wir mussten warten, bis wir in Denpasar ins Air Asia Lost & Found Büro gehen konnten. Nach einem sehr unentspannten Flug hatten wir auf Bali dann tatsächlich das Glück, dass die Kamera vom Putzteam im Flieger gefunden und abgegeben wurde. Die Kamera wurde uns kostenfrei am nächsten Tag mit einer Maschine hinterhergeschickt und wir konnten sie wieder am Flughafen abholen. Halleluja, das hat mich einige Tränen und Nerven gekostet. Und ich muss nicht erwähnen, dass wir wieder zur alten Aufteilung unserer Gepäcks zurückgekehrt sind :D.

Canggu – Surferlifestyle auf Bali

Zunächst haben wir uns auf Bali erstmal in das Koa D Surfer Hotel im Surferparadies Canggu eingebucht. Als Tipp: wir bekamen das Zimmer für knapp 30 Euro die Nacht über Agoda, beim Hotel selbst und bei Booking.com war es deutlich teurer. Hier der Ausblick vom Pool auf der Dachterrasse:

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Canggu ist etwas nördlicher von dem komplett überfüllten und hässlichen Kuta, und auch noch ruhiger als Seminyak. Die Strände in der Umgebung sind auch für Surfanfänger geeignet, was für uns ja ausschlaggebend war. Das Örtchen selbst ist voller Hipstercafes, Surf- und Yogaschulen und Rollern mit Surfbretthalterung. Uns hat es dort aber richtig gut gefallen! Schnell hatten wir sowas wie einen Alltag und uns dran gewöhnt, jeden Morgen in unserem Lieblingscafé, dem Rukos, lecker zu frühstücken :). Wir lieben den Lifestyle auf Bali einfach, das war vor 2 Jahren genauso!

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Zu Beginn unserer Zeit auf Bali haben wir nochmal Geld in Surfstunden am Beach von Kuta gesteckt, was auch wirklich viel gebracht hat. Wir können die Odysseys Surfschool echt empfehlen. Unser Surflehrer war einfach super! Die weiteren Tage in Canggu haben wir Nachmittags vor allem auf dem Surfbrett am Echo Beach (Old Mans) verbracht und geübt :). Also nach Kuta würde ich übrigens nicht extra zum Surfen fahren, obwohl die Wellen dort für Anfänger super geeignet sind. Leider ist das Wasser dort einfach nur ekelhaft und dreckig. Permanent bleibt irgendein Plastikteil an einem hängen. Das war in Canggu viiiiel besser, auch wenn die Wellen teils wirklich krass waren und erst bei Mid- und Lowtide für uns geeignet waren. Wenn man es dann geschafft hat, den fiesen Shorebreak (fiese, starke Wellen, die vorne am Strand brechen) am Echo Beach zu überwinden, dann hat es mega Spaß gemacht. Beim Surfen werden wir jedenfalls bleiben und haben uns schon informiert, wo man denn einen Surfurlaub machen könnte.

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Einen Tag lang haben wir uns noch unseren Roller geschnappt und haben den Tempel Tanah Lot besucht. Den Tempel kennt ihr sicher alle, er ist einfach so typisch Bali. Bei Flut ist er komplett umschwemmt und bei Ebbe kann man dort hinlaufen. Eine wirklich traumhafte Kulisse.

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Amed und das Schnorcheln

Nachdem wir letztendlich unfassbare 9 Tage lang (so lang waren wir auf Reisen überhaupt noch nie an einem Ort) in Canggu waren, haben wir uns einen Fahrer organisiert. Öffentliche Verkehrsmittel sind auf Bali kaum vorhanden und sich einen Fahrer zu mieten ist wirklich preiswert. Der hat uns dann in knapp 4 Stunden bis nach Amed, an die Ostküste von Bali gefahren. Amed ist ein kleiner Fischerort, direkt an einem Vulkan mit schwarzem Sandstrand. Bekannt ist Amed vor allem für seine Unterwasserwelt und das ist sowohl für Schnorchelbegeisterte als auch für Taucher der Grund, diesen ansonsten nicht so hübschen Ort aufzusuchen. Wir hatten ein ziemlich heruntergekommenes Zimmer im Sonys Homestay, hat allerdings auch wirklich nur n Appel und n Ei gekostet (13 Euro/ Nacht inkl. Frühstück). Da wir eh nur 2 Nächte dort waren, war es uns auch irgendwie egal (wir wollten nur einen Tag lang am Jemeluk Beach schnorcheln). Und ich finde, das hatte sich auch wirklich gelohnt, denn die Korallen bei Amed sind noch deutlich besser erhalten, als an anderen Schnorchelspots. Außerdem war der Sonnenuntergang mit Blick auf den Vulkan auch wirklich sehr ansehnlich. Im Warung Ola haben wir für sehr wenig Geld extrem lecker gegessen. 6,50 Euro für 2 Getränke, 2 Hauptgerichte und einen Nachtisch, da kann man sich nicht beschweren. Kurz noch allgemein: endlich kann man sich für wenig Geld wieder richtig viel gönnen – Südostasien ist einfach ein Traum zum Reisen!
Praktisch ist Amed auch zum Weiterreisen. Es ist nämlich die kürzeste Entfernung von Bali auf die Gili Inseln, die mal wieder unser nächstes Ziel waren (45-60 min, 200k IDR). Die meisten Boote auf die Gilis gehen von Padang Bai aus, da fährt man allerdings mindestens eine Stunde länger.

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Gili Air – Südseefeeling in Asien

Die Überfahrt auf die Gilis von Bali aus war wie gewohnt äußerst ruppig. Auf dieser Strecke hat man sehr oft sehr raue See. Mal wieder ein Hoch auf die guten, alten Reisetabletten – Gold wert! Geschmunzelt haben wir über ein Pärchen auf dem Boot, die sich mit einer Hand aneinander festgehalten haben und mit der freien Hand am Sitz des Vordermannes festkrallt haben – das war sicherlich deren erste Bootfahrt in Südostasien. Ja, Bootfahren und besonders Speedboat fahren macht hier manchmal ganz wenig Spaß.
Es gibt drei Gili-Inseln: Trawangan, Air und Meno. Sowohl auf Gili Trawangan als auch auf Gili Meno waren wir auf unserer Reise durch Indonesien vor 2 Jahren schon. Deswegen dachten wir uns: erstmal was Neues :). Gili Air liegt am nächsten zu Lombok, ist vom Festland Lombok nur 20 min entfernt. Bei Gili Trawangan handelt es sich eher um die Partyinsel der Australier (bisschen mit dem Ballermann vergleichbar), Gili Air und Gili Meno sind deutlich ruhiger. Wir hatten absolut Glück mit unserem Homestay, dem Melbao Homestay. Super schlichte, aber sehr saubere Zimmer mit AC und Frühstück. Und Hängematte vor dem Zimmer – sehr gut! Danke an dieser Stelle an Sarah für den Tipp! Das Homestay liegt zwar nicht direkt am Meer, aber da Gili Air so klein ist, läuft man eh keine 5 min, bis man die Füße im Sand hat :).

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Neben dem schönen Inselleben hat sich noch was Tolles ergeben: die kleine Schwester meiner ehemals besten Freundin Laura kam durch Zufall mit ihrem Freund an unserem vorletzten Tag auf Gili Air auch auf die Insel. Die Kleine habe ich locker 8 Jahre oder länger nicht mehr gesehen. Mit den Beiden hatten wir einen schönen Abend mit viel Quatschen und gemeinsamen Essen verbracht – Danke dafür Kathy & Manu!
Noch ein Tipp für Gili Air: solltet ihr mal länger unterwegs sein, so wie wir, Ihr Abwechslung zum asiatischen Essen braucht und euch die Lust auf absolut köstliche Pizza überkommt, dann geht auf jedenfalls ins Classico Italiano und genießt italienisches Flair bei unfassbar guten Pizzen! Etwas teurer, aber lohnt sich (haben für 2 Pizzen und 2 Getränke etwa 19 Euro gezahlt und das ist in Indonesien viel!).

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Gili Meno – alte Liebe rostet nicht!

Endlich wieder auf den Gilis konnten wir uns es nicht nehmen lassen, nochmal nach Gili Meno zu fahren. Mit dem Public Boot dauert die Fahrt von Air nach Meno nur knapp 10 min und kostet 35k IDR pro Person. Auf Gili Meno hatten wir vor 2 Jahren unsere absolute Lieblingsunterkunft mit angeschlossenen Warung: Ana Warung & Bungalows. Die Anlage liegt perfekt am Schnorchelstrand, wo wir schon einige Schildkröten gesehen hatten und das Essen im Warung war einfach nur köstlich. Leider, leider hat auch die Tourismusentwicklung vor Gili Meno nicht Halt gemacht und wir mussten bei unserer Ankunft feststellen, dass sich wirklich einiges geändert hat. Leider nicht zum Positiven. Es gibt noch immer nur 4 Bungalows bzw. Zimmer, aber aus dem kleinen, süßen Warung mit nur 5×2 Sitzmöglichkeiten ist ein großes Restaurant mit x Plätzen und einer großen Bar geworden. Tagtäglich kamen super viele Boote mit Tagesausflügen zum Mittagessen an. Das Essen dort war immer noch köstlich, aber die Preise sind auch wirklich ordentlich nach oben gegangen. Nichtsdestotrotz bleiben Nasi Goreng Seafood und das Curry uuunglaublich lecker!

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Auch wenn wir wieder das gleiche Zimmer hatten, wir schon vor 2 Jahren, hat die Unterkunft durch den Ausbau unfassbar viel an Charme verloren. Das war einfach richtig schade :(. Auch als wir die Insel umrundet haben, haben wir festgestellt, dass es deutlich mehr Restaurants und Unterkünfte gibt als noch vor 2 Jahren. Schade, dass es die Ruhe und Abgeschiedenheit auf Gili Meno bald nicht mehr geben wird.
Was allerdings immer noch ein Traum war: das Schnorcheln mit Schildkröten. So unfassbar tolle Tiere, das hat jeden einzelnen Tag sooo viel Spaß gemacht. Die Farbe des Wassers, die Schildkröten und Fische… Hach!

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Toni ist auch nochmal zu seiner alten Tauchschule gegangen und hat dort nochmal zwei Dives am Nachmittag mitgemacht. Lustigerweise war sein alter Tauchlehrer auch (wieder) da. Beide Tauchgänge haben sich auch nochmal sehr gelohnt und preislich gesehen, im Vergleich zu den Fijis auch nur halb so teuer.
An unserem letzten Tag auf Gili Meno hatten wir nochmal Glück: an der Schildkrötenaufzuchtstation konnte man für umgerechnet knapp 10 Euro (150k IDR) eine Babyschildkröte ‚adoptieren‘ und sie selbst ins Meer entlassen. Das war so unfassbar zauberhaft – ich bin noch immer ganz verliebt in unsere kleine Frieda, die es schon nach der 2 Welle selbstständig ins Meer geschafft hat :). Tschüss süße Frieda – hab eine schöne Reise!

Gili Meno, Lombok, Bali, Indonesien, IndonesiaGili Meno, Lombok, Bali, Indonesien, IndonesiaSchildkröte, Green turtle, Gili Meno, Lombok, Bali, Indonesien, Indonesia Trotz einiger Veränderungen auf der schönen Insel hatten wir eine tolle Zeit auf Gili Meno & waren doch irgendwie froh, dass wir nochmal hier her gekommen sind.

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Langwierige Weiterreise über Lombok

Mit dem Public Boat ging es am Morgen um 8 Uhr von Gili Meno in knapp 25 min (14k IDR p.P.) nach Bangsal, ein Hafenort auf Lombok. Dort haben wir uns mit einem Engländer eine Art Taxi geteilt. Nach ungefähr 1 Stunde Fahrt bis nach Sengiggi hat uns dann der Fahrer in einen Damri-Bus verfrachtet (Taxi und Bus für uns beide zusammen 250k IDR). Dieser hat dann nochmal locker 1 h bis zum Flughafen in der Nähe von Mataram gebraucht. Wir hatten eine ewig lange Wartezeit am Flughafen, aber es ging leider nicht anders. Hätten wir das spätere Boot genommen, das übrigens erst losfährt, wenn es voll ist, dann hätten wir vllt mit der indonesischen Pünktlichkeit und vor allem dem Verkehr unseren Flug womöglich verpasst. Na gut, 6-7 Stunden am Flughafen bekommt man schon irgendwie rum – aber der Flughafen von Lombok ist wirklich nicht sehenswert!
Weiter geht unsere große Reise: mit dem Flieger zunächst zurück nach Kuala Lumpur und nach 8 Stunden Wartezeit und weiterer Stunde Verspätung saßen wir im Flieger nach Siem Riep: Kambodscha is calling!

Sende euch liebe Grüße aus Südostasien!
Fühlt euch gedrückt!

Eure Evimauz

    4 Responses

  1. Jaaaaa ich bin namentlich erwähnt ✌️😊 Also Indonesien steht definitiv in den nächsten Jahren an. Mit Schildkröten schnorcheln 😍 Hab leider in Thailand keine gesehen, dann muss ich da hin!

    1. Indonesien ist wirklich immer eine Reise wert! ☺ kann es wärmstens empfehlen! Und hab sicherlich ein paar Tipps für dich 😘

  2. Toller Bericht und traumhafte Bilder….schöner geht nicht…freuen uns sehr auf Euch 😉

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